Basic Thinking: Kampf gegen Kinderpornografie

Über Kinderpornografie zu schreiben ist stets ein sehr steiniges und hartes Pflaster. Bekennt man sich nicht klar zu bestimmten, öffentlich scheinbar akzeptierten Maßnahmen, wird man schnell gebrandmarkt und in eine bestimmte Ecke gestellt. Dabei ist die aktuelle Lösung mittels “Stoppschild” bestenfalls öffentlichkeitswirksam – aber wirklich helfen wird diese Maßnahme kaum. In zahlreichen Projekten aus Wirtschaft und Bevölkerung wurde bereits gezeigt, dass auch andere Wege zu Erfolgen führen können. Eines dieser Projekte ist seit dem 1. Juli 2009 online und nennt sich No-Kids.org.

basic-sunday-nokids

Mein heutiger Sonntagsartikel bei Basic Thinking lautet “Basic Sunday – Kampf gegen Kinderpornografie” und erzählt von einer sehr interessanten Idee, die durch zwei ambitionierte Köpfe dahinter vor einigen Tagen das Licht der Welt erblickt hat. Seitdem wurden rund 450.000 Suchanfragen nach Kinderpornografie erfasst und rund 25.000 Downloads gefälschter Inhalte veranlasst. Ein echter Erfolg wie ich finde. Und jeder Einzelne von euch kann sich daran beteiligen. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch der eine oder andere Blogger über dieses Projekt erzählen würde. Je mehr mitmachen, umso besser…


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Von Alper Iseri :: 2009-07-05

Der Beitrag wurde am Sunday, den 5. July 2009 um 12:22 Uhr veröffentlicht. Du kannst die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.
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7 Reaktionen

  1. André

    hmm…
    die Idee ist ja ganz nett, nur was mir an der ganzen Kampagne wieder mal nicht gefällt, ist die geringe Informationsdichte.
    Zwar wird auf der Webseite mit propagistischen Zahlen und “Fakten” nur so um sich geworfen, allerdings gibt es nicht eine einzige Quellenangabe, die “Zahlen & Fakten” bieten keinerlei Möglichkeit für die Besucher diese Werte zu checken.

    Meiner Meinung nach begeben sich die Betreiber damit auf sehr dünnes Eis und untergraben die Seriösität ihrer eigenen Kampagne.
    Aber was will man von einem Werbebüro anderes erwarten. Wenn man sich dann in der “Liveansicht” die Suchanfragen anschaut, dürfte auch schnell klar werden, dass hier nicht nur KiPo getrackt wird.
    Etwa der Begriff “Lolita”. Natürlich könnte sich dahinter KiPo verbergen, oder auch ein Drama, oder eben einer der bekannten Spielfilme aus Hollywood.
    Allei bei imdb finde ich mehrere Filme und übr 100 Darsteller mit Bezug zu dieser Suchphrase.

    Sehr schade…
    die Idee ist gut, die Umsetzung leider mangelhaft.

  2. mathias

    @ Andre
    Wir haben relativ viel ins faq geschrieben und sind gerne bereit auf alle erforderlichen Nachfragen einzugehen.
    Was die Zahlen und Fakten angeht, kannst du die unter anderem im aktuellen UNICEF Report 2009 nachlesen:
    http://www.amazon.de/UNICEF-Report-Stoppt-sexuelle-Ausbeutung/dp/3596181526/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1246816700&sr=8-1

    Die veröffentlichten Zahlen haben wir mit mehreren unterschiedliche und unabhängigen Quellen abgeglichen und erst dann veröffentlicht. Außerdem findet sich auch im faq ein Hinweis darauf die Zahlen mit Vorsicht zu genießen.

    Begriffe wie Lolita werden von uns nicht als Download gewertet. Es sei denn der Begriff kommt in einem generierten Dateinamen vor, der EINDEUTIG auf Kinderpornografie hinweist. Zum Beispiel: “12yo Lolita raped by stranger.mpg”.

    Das “Werbebüro” hat uns die Umsetzung ermöglicht. “Wir” haben uns über 2 Jahre mit dem Thema und dem Programm befasst. Wenn du ausführliche Informationen haben möchtest, dann setz dich gerne mit uns in Verbindung (info@no-kids.org).

  3. André

    Hallo Mathias,

    das sollte nun kein Angriff sein, nur du siehst ja an meiner ersten Reaktion, dass einiges nicht ganz klar rüber kommt. Gerade bei den Aussagen finde ich es immer sehr schade, wenn diese einfach irgendwo ohne jeden Zusammenhang stehen.

    Der UNICEF-Report ist für mich derzeit leider nicht einsehbar, da ich mich nicht mit dem Uni-Bibliotheksnetz verbinden kann – folglich kann ich die Fakten derzeit auch nicht prüfen.

    “Wir haben uns auf öffentlich zugängliche Quellen berufen.”

    Dieser Satz findet sich in euren F.A.Q.
    In Zeiten des Internets würde ich einen kostenpflichtigen Report nur eingeschränkt als “offentlich zugängliche Quelle” ansehen.
    Warum fügt ihr nicht einfach ein paar Fußnoten ein die bei einem Klick zu einer Unterseite mit weiterführenden Informationen und Quellenangabe führt? Offensichtlich habt ihr viel Zeit und Geld in das Projekt investiert und wisst, wo es diese Informationen zu finden gibt.
    Lasst uns nicht im Dunklen. Gerade das Internet bietet hervorragende Möglichkeiten Quellen exakt anzugeben [1] und der Zielgruppe Möglichkeiten zu bieten, weiter zu lesen und zu forschen.

    Letztlich dient eurer Projekt ja nicht nur dem aktiven Kampf, sondern auch der Aufklärung.

    Zum Werbebüro…
    Warum steht dieses im Impressum derart prominent und deutlich oben?

    Nun, vielleicht bin ich durch Zensursula von der Lying auch schlichtweg zu paranoid bei dem Thema geworden ;-)

    lg und viel Erfolg

  4. Rainer

    Zum Stoppschild einfach mal anhören: http://blog.repedo.de/2009/06/volker-pispers-stoppschild/

  5. André

    Ich bin froh, dass ich mit meiner Skepsis nicht allein bin, und daher empfehlen ich jedem den folgenden Artikel zum Thema von RA Udo Vetter:

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/07/07/ins-offene-messer/

  6. xeno

    jetzt hat sogar schon die FAZ darüber berichtet:
    http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E7E44B2F275F8407DBE120B58087F68DD~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  7. Alper Iseri

    @xeno: Ja, durch meinen Artikel bei Basic Thinking scheine ich eine Menge angestoßen zu haben. Ich warte wie ihr auch auf eine Meldung der Betreiber. Fände es nicht gut, wenn es ausgeschwiegen werden würde.

    Der Artikel der FAZ ist aber wieder einmal so schlecht, wie es nur geht. In den Kommentaren dort finden sich einige gute Meinungen dazu, die sich mit meiner decken. Idee ist super und eigentlich auch umsetzbar. Nur weil die Strafverfolgungsbehörden eigentlich nicht so mit dem Internet umgehen wie sie sollten (nämlich nach HASH-Dateien suchen anstatt nur nach dem Namen zu gehen) soll nun die Agentur gerade stehen. Keine gute Sache.

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