Ursprüngliche Ansicht darstellen: Mr.Manson

angelofdeath
geschrieben am 17.05.2003 um 14:11 Uhr
Briyan Warner, so der Geburtsname des Musikers, liebt die Bruskierung klassischer Themen und Vorbilder. Für seinen Künstlernamen ließ ers ich von Alice Cooper alias Vincent Furnier inspirieren, sein andrgynes Äuseres hat unübersehbar namenhafte Vorbilder in der Geschichte der Rockmusik: Nicht nur der junge David Bowie läßt grüßen, auch Marc Bowlan dürfte beim Kunstprojekt MM-Model gestanden haben. "Meine Kunst ist mehr als Musik", erklärt er und verweist dabei auf seine Lust am Entertaiment. "Ich mag es gegen die Regel zu spielen. Mit "The golden Age of Grotesqué will ich die TÜren für das Publikum öffnen. Nicht nur auf der Bühne findet die Show statt, sondern auch vor der Bühne, und das Publikum ist ein wichter Teil davon."
Die Alben des schrillen Amerikaners kokettieren von jeher unverhohlen mit Heiligtümern des öffentlichen Lebens. Auf "Smells like Children" zog er 1995 den seinerseits noch nicht so lange beerdigten Kurt Cobain und dessen Grunge Hymmne "Smells like Teen Spirit" durch den Kakao, um mit dem ein Jahr später folgenden Album "Antichrist Superstar", eine bitterböse Persiflage auf das berühmteste aller Rock-Musicals, die klerikale Volkseele in Amerika zu erzürnen. "Antichrist Superstar ist die pure Wut auf die Kultur und Religion meiner Landsleute", wettert er damals lauthals und legte sich wenig später mit einer weiteren, geradezu heiligen Institution an: Die legendäre Filmfabrik am Rande Los Angelesstand unverkennbar Pate, als Manson sein 2000er Album "Holywood" betitelte. "Natürlich lässt der NAme des Albums gewisse Assoziationen zu Hollywood zu", bemühte er vorgefährtigte Erklärungsmodelle, "aber er sich ebenso auf den Baum der Erkenntnis, aus dessem Holz das Kreuz Jesus Christus gezimmert wurde. Durch diesen Vorgang wurde er gewissermassen zum heiligen HOlz. zu Holy wood." Der sich in Vorliebe in transexuellen Outfit präsentierende Künstler, dessen Haupt auf Pressephotos auch schon mal ratzekahl geschorren ist, fügte damals- um diese Geschichte auch ja nicht zur Banalität verkommen zu lassen- gleich noch einen Wunden Punkt der amerikanischen Geschichte hinzu. " Letzendlich wurde dieses Holz auch dazu benutzt, um das Gewehr von Lee Oswald herzustellen." Der empörte Aufschrei der Amerikanischen Gesellschaft war ihm damit sicher: Das Kreuz Jesu in direkten Kontakt zu einer Waffe, mit der John F. Kennedy des Amerikanern liebster Präsident, erschossen wurde? Bei derartiger Blasphemie ist es kein Wunder, dasa Warner von amerikanischen Moralwächtern gehasst, von einigen Fanatikern sogar indirekt für das High School Massaker von Littleton im April 1999 mitverantwortlich gemacht wurde. Mit der Folge, dass es in den Wochen nach dem Blutbad zu massenhaft Konzertabbrüchen, festnahmen und wütenden Protestanten kam, wo immer die Band auftauchte. Aber diesen Konflikt mit der Obrigkeit sucht Manson händeringend, um seinen Industrial gebürsteten Glamrock an den Mann zu bringen. Denn kaum gibt er sich mal Handzahm vergessen ihn die Massen. Das 98er Opus "Mechanical Animals" war ein kommerzieller Flop: der Title zu unscheinbar, die Songs zu brav, die Botschaft zum gähnen "Mechanical Animals" sei als "...persönliche Erfüllung der größten Alternative zu Bands wie Korn oder Limp Bizkit" geadacht gewesen erklärt er. Zu wenig um wirklich zu schockieren. Also zog Manson die Segel straffer. "Holywood war eine Kriegserklärung, eine Attacke. Das Album schildert all mein HAss, meine Verbitterung meine Isolation", verkündet erlauthals und hetzte gegen die sogenannte "Dispossible Teens", eine durch falsch erziehung total verkorkste Jugend. "Heutzutage behandelt man Jugendliche wie Wegwerfware: kalt, seelenlos, konsumfreudig." Er selbst würde dagegen alles viel besser machen, wenn er ein Kind zu erziehen hätte, schwor er. "Ich denke ich wäre einer der besten Väter, die man sich nur vorstellen kann." Doch die Welt beschäftigt sich im Jahre 2003 wiet dringender Probleme als eine verfehlte Familienpolitik. Amerika befindet sich im Krieg. Damit wer alle anderen Themen zur Nebensache.Patrioten danken dem Amerikanischen Präsidenten George W. Bush für dessen Verteidigung der westlichen Freiheit, Pazifisten schimpfen den gleichen Mann einen Mörder und Imperator römischen Ausmaßes. Ein groteskes Szenario, das sich da zur Zeit im Irak abspielt. Dennoch behauptet Manson "The Golden Age of Grotesqué" nichts mit Politik zu tuen hat sonder einzig und allein von Beziehungen handelt. Sie beginnt mit einer Idee, so wie jede BEziehung, kommt an den Höhepunkt und zeigt am Schluß wie das schöne, die Liebe zerstört wird. "Kann man Ihm diese Unbedarfheit abnehmen?" Ein Land im Kriegzustand und sein provokantester Rockmusicker singt von Liebe, Lust und Libido?
angelofdeath
geschrieben am 17.05.2003 um 14:11 Uhr
Schwer vorstellbar allersings hat Manson ein gewichtiges Argument für seine angebliche Harmlosigkeit in der Hand: "Als ich angefangen habe dieses Album zu schreiben war Amerika noch nicht im Krieg." Dennoch behauptet er "The Golden Age of Grotesqué" passt in keine besere Zeit als in die jetzige." DENN: "DIE GESCHICHTE WIEDERHOLT SICH:" In der Tat ist alles ein Kreislauf unterworfen: Die Musik der Sixties findet man bei Oasis wieder, Techno Acts zitieren Jimi Hendriks und Led Zeppelin´s "Kashmir" avancierte in modernisierter Form zum wichtigsten KInosoundtrak der Gegenwart. Mit "The Golden Age of Grotesqué habe ich mich wieder gefühlt als wäre ich in der Anfangszeit der Band" erklärt er ein Werk auf dem angeblich Naivität und unverfälschte Kreativität zusammenkommen und das nicht nur aufgrund eines spektaklären Gottfried Helnwein-Cover (Helnwein illustrierte unter anderem auch Ramsteinalbum Sehnsucht) das in der Geschichte des Rockmusiker sein soll. "The Golden Age of Grotesqué ist die Platte die ich als Musikfan lieben würde!" sagt er und fügt hinzu: Das ist dei stärkste Marylin Manson Paltte die wir machen können und das meine ich nicht arrogant."

Text: mathias Mineur

Wollte an dieser Stelle mal eure Meinungen zu einem Künstler einholen der von vielen gehasst und ebnfalls von vielen geliebt wierd ! Und warum denkt Ihr so über Ihn !


:-1095
Stego
geschrieben am 17.05.2003 um 15:47 Uhr

jeder nach seiner fasson, ich habe nichts gegen MM, im gegenteil, finde es gut, dass er auf eine recht eigenwillige weise kunst interpretiert. er wandert sicher auf einem schmalen grad, ist sein name nicht eine schöpfung aus marilyn monroe und charles manson dem killer!? mir gefallen nicht alle lieder von ihm, aber ein großer teil schon.


we're all stars now - in the dope-show!

Stego
MissFatBooty
geschrieben am 17.05.2003 um 16:01 Uhr
ja, d-e-n song finde ich ebenfalls klasse!

Sein Auftreten ansich stört mich nicht, habe aber das auch nicht wirklich aufmerksam verfolgt in den Medien.

Höre ganz andere Musik daher kann ich das nur nach Gehörtem und Äusserlichkeiten festmachen.Von mir aus kann aber auch jeder so `rumlaufen wie es ihm gefällt.Das sollte man auch ganz individuell ausleben dürfen.
angelofdeath
geschrieben am 30.07.2003 um 20:00 Uhr
schade eigentlich das sich soviel menschen über manson aufregen und dann keiner sich traut wenn er die chance hat darzustellen warum er ihn nicht mag !!!

Daher kann der thread geschlossen werden!!!
engelchen
geschrieben am 31.07.2003 um 13:15 Uhr
Ganz am Anfang hatte ich an MM eigentlich gar kein Interesse bzw.fand es zu grotesk, was er veranstalte hab. Bis auf einem Sender mal eine (i)sehr(/i) interessante Dokumentation über ihn kam, in der er einmal als Privatperson und einmal als Person im Rampenlicht gezeigt wurde. Seine Ansichten waren sehr interessant - sehr surreal irgendwie, aber trotzdem in gewisserweise faszinierend. Es hat mich sehr beeindruckt, wie er mit den Medien spielt - wo es doch immer so ausschaut als ob sie mit ihm spielen würden.

MM ist jedenfalls eine der Personen, die ich in meinem Leben gerne einmal treffen würde, um mir persönlich ein Bild von ihm zu machen. Ich höre zwar seine Musik nicht so intensiv, aber allein von der Person her würde ich ihn gerne kennenlernen

:-e
Peif
geschrieben am 31.07.2003 um 13:55 Uhr
(font2)(schwarz)ich sage lieber was ich von matthias mineur halte... und das ist GAR NICHTS :]
Frosch
geschrieben am 31.07.2003 um 18:53 Uhr
Ich denk der Typ weiss einfach nur mit welcher Masche er Geld machen kann.
angelofdeath
geschrieben am 05.08.2003 um 19:45 Uhr

The Toronto Sunday Sun

Nudie girls. Snot. Middle fingers in the air. You can bet the ushers at the Hummingbird Centre don't see a show like this every night. "Everything has been said before," sang Marilyn Manson during his opening number, The New S***. "Let us entertain you!" And so the shock rocker brought his new album, The Golden Age of Grotesque, to life with a macabre moulin rouge spectacle that was less ranting, more rocking. Manson specializes in shocking the easily offended with anti-authoritarian messages and creepy visuals. But his new disc shows he's more into Berlin-style vaudeville and burlesque lately.
So the 90-minute performance was heavy on theatrical shadows, camp and titilation. Most of that came courtesy of a pair of two flexible, scantily-clad "dancers," who appeared in military chic, as makeshift siamese twins and in garters with nude-coloured bikinis which might have made them look naked to the back of the room, but were all an illusion. A lesser performer would have been upstaged by the girls, but Manson is an excellent showman, a veteran ringleader. He's come a long way from his first Toronto show in 1996, when he took Polaroid photos of his crotch then tossed them into the crowd at Molson Park. Last night, he commanded attention with nothing more than his funny faces, silly John Cleese-style military march and a set of fun, heavy songs like Disposable Teens and Use Your Fist and Not Your Mouth. "I'm not even going to waste breath talking about religion or politics tonight," he said, before launching into a spirited version of Rock is Dead. The show featured a half-dozen different stage setups, various props and costumes, hastily assembled in a few seconds of black between songs. At one point, Manson rose to the ceiling a on a black pedestal, later he donned fake arm extensions. For The Golden Age of Grotesque, Manson wedged his microphone between the butt cheeks of on of his dancers, then sang out of it. Pretty tame for a guy who has been known to expose himself on stage, actually. Just when it seemed Manson's show would be all fun and no fury, he appeared in blackface and Mickey Mouse ears, accompanied by a giant inflatable version of same, for his hit The Beautiful People. Certainly, this statement is giving the Disney family nightmares.
Nice to see that after all these years, even a playful Marilyn Manson can still be a creep.


angelofdeath
geschrieben am 08.08.2003 um 14:15 Uhr
(zitat)
MARILYN MANSON LIVE IN D!

Folgende Daten sind bestätigt - wir informieren Euch über den Manson-Newsletter, sobald der Vorverkauf startet!

9.11.2003 Hamburg Color Line Arena
20.11.2003 Berlin Velodrom
29.11.2003 Dortmund Westfalenhalle
07.12.2003 Frankfurt Festhalle
08.12.2003 München Olympiahalle
12.12.2003 Wien, Stadthalle

(/zitat)