Nach rund 130 Jahren kommt nun tatsächlich das Aus für die herkömmliche Glühbirne in Europa. Experten aller EU-Staaten einigten sich darauf, die Glühbirnen aufgrund des immens hohen Stromverbrauchs ab September 2009 schrittweise vom Markt zu nehmen. Ab dem 1. September 2012 soll es nur noch Energiesparlampen zu kaufen geben.
Schrittweise bedeutet, dass ab dem 1. September 2009 zunächst der Verkauf aller matten Glühbirnen sowie aller klaren Birnen mit 100 Watt Leistung verboten wird. Ab 1. September 2010 geht es einen Schritt weiter – dann werden auch klare Glühbirnen mit 75 Watt verboten. Der dritte Schritt folgt am 1. September 2011 – dann geht es den Glühbirnen mit 60 Watt an den Kragen. Am 1. September 2012 – dem letzten Schritt – folgen dann die verbleibenden Glühbirnen mit 40 Watt und 25 Watt. Am Schluss steht quasi ein komplettes Glühbirnenverbot in der EU und damit auch in Deutschland.
Moderne Energiesparlampen nutzen die verwendete Elektrizität viel effektiver, um sie in Licht umzuwandeln. Normale Glühbirnen nutzen nur rund 5% zur Lichtausbeute. Der Rest geht ineffektiv als Wärme verloren. Das merkt man besonders, wenn man eine normale Glühbirne einige Zeit einschaltet und sich dann die Finger an ihr verbrennt, sobald man sie anfasst. Bei modernen Energiesparlampen gibt es das Problem nicht. Die Lampe bleibt stets angenehm warm. Laut EU-Kommision kann ein durchschnittlicher Haushalt im Jahr 50 Euro Kosten sparen – die höheren Anschaffungskosten für Energiesparlampen schon eingerechnet. Europaweit ist das Sparpotenzial wohl sogar noch höher – rund fünf bis zehn Milliarden Euro beträgt hier das Sparpotenzial. Ein Wehrmutstropfen bleibt. Halogenleuchten bleiben bis 1. September 2016 auf dem Markt.
Endlich werden die alten Glühbirnen abgeschafft und das Verbot kommt. Ich kann ja schon seit einigen Jahren nicht verstehen, warum einige Leute immer noch die alten Stromfresser kaufen, anstatt Energiesparlampen einzusetzen. Gerade die modernen Energiesparlampen sind schön hell, geben ein super Licht und haben mittlerweile gar keine einschaltverzögerung mehr, so wie es bei den alten Modellen war. Wer etwas für den Umweltschutz und für seinen Geldbeutel tun möchte ist gut damit beraten, seine alten Glühbirnen durch Energiesparlampen auszutauschen. Ihr werdet es ganz bestimmt nicht bereuen…
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Am 12. December 2008 um 11:59 Uhr
Na da passt die Überschrift wohl nicht so ganz zum Text oder…?
Die Aussage ist da nicht richtig…
Am 12. December 2008 um 12:06 Uhr
@Franky: Hast recht – habe die Überschrift überarbeitet. Passt jetzt besser. Danke.
Am 12. December 2008 um 12:37 Uhr
Wir wollen ja keine Panik verbreiten oder …?
Am 12. December 2008 um 12:54 Uhr
Naja – das eine sind Glühbirnen, dass andere sind Energiesparlampen. Ich unterscheide das für mich schon ziemlich genau. Also war der Titel für mich auch so in Ordnung, habe aber nicht an ein evtl. Missverständnis gedacht.
Und bei meetinx findest du keine Nachrichten, die Panik verbreiten sollen…
Am 5. February 2009 um 14:14 Uhr
Ich freu mich schon wenn ich meine Designerlampen die ich für teures geld gekauft habe auf den schrott bringen kann, weil die neuen tollen birnen entweder gar nicht passen oder das design zerstören.
Am 24. August 2009 um 09:33 Uhr
Also, ich will keinem Energiesparfreak (besonders dem Artikelschreiber) zu nahe treten, aber die aktuellen Energiesparbirnen haben aus meiner Sicht ein hässliches, kaltes Licht und ich kann nicht verstehen, wieso sich irgendwer diese scheußliche Lichtquelle ins Wohnzimmer holen will. Arbeitsräume etc. – klar. Aber zum Leben möchte ich schon schönes Licht haben. Ich hab’ das getan, was die meisten normal denkenden Menschen getan haben – mir einen 10 Jahresvorrat an Glühbirnen zugelegt. Und den werde ich so lange verwenden, bis es Energiesparlampen mit einem schönen Licht gibt. Ob ich bedenken wegen des höheren Energieverbrauchs habe? Nein, bestimmt nicht! Ich lebe in dieser Welt – ich bin nicht ihr Sklave. Tim
Am 25. August 2009 um 23:38 Uhr
Also es geht bei weitem nicht nur um das schlechtere Licht.
Energiesparlampen sind auch sehr gesundheitsgefährlich.Für die Netzhaut ist das Licht nicht gut und bei der Entsorgung das Quecksilber.
Da hat die Lobbymafia genannt Europäisches Parlament wohl ihrer Clientel den Konzernen einen großen Deal eingefädelt, wenn nun Energiesparlampen gekauft werden müssen.
Am 9. September 2009 um 08:54 Uhr
»factum« berichtet, daß jetzt wegen des EU-Glühlampenverbots in China alte Quecksilberminen reactiviert werden — mit verheerenden Folgen für die Beteiligten:
http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2009_09_04_Chinas_Arbeiter.php
Überhaupt sollte man extrem aufpassen, daß so eine Sparlampe nicht zu Bruch geht. Im Gegensatz zum (verbotenen) Fieberthermometer, wo das Quecksilber perlt, diffundiert das in der Sparlampe enthaltene Quecksilber in die Umgebungsluft und kann also aufgenommen werden. Aber nirgends gibt es Verhaltensmaßregeln, was denn nun zu tun sei, wenn eine Sparlampe zerbricht.
Für diejenigen, die diese ganze Angelegenheit trotzdem mit Humor nehmen oder einfach ihren Frust ablassen wollen:
http://www.kerngesund.eu/index.php/cat/c180_Gluehbirnenverbot.html
Am 7. November 2009 um 19:23 Uhr
Die neue Lieblingsdiskussion der EU Bürger, Glühbirne oder Energiesparlampe…
Ich denke doch, dass es einen Unterschied zwischen den beiden Lichtspenderarten gibt, bisher zumindest. Man kann nur hoffen, dass die Probleme, die es bisher teils mit der neuen Energiesparlampe gibt, behoben werden (zum Beispiel die Lichtfarbe). Denn so wie es aussieht, kommen wir wohl nicht an der Änderung vorbei.
Am 3. December 2009 um 19:38 Uhr
Mich wundert, dass hier nur die eher ästhetischen Argumente vorgebracht werden.
Es gibt ein viel handfesteres Problem bei der Entscheidung für Energiesparlampen und gegen den guten alten Wolfram-Glühdraht. Energiesparlampen sind nur ebensolche, wenn sie lange Schaltzeiten haben, sprich, einmal angeschaltet leuchten sie lange, bevor sie wieder ausgeschaltet werden. Ist das nicht der Fall, ist es bestenfalls ein recht kurzlebiges Leuchtmittel.
Das heißt, genau die von der Politik avisierten Einsatzgebiete sind oft für eine Energiesparlampe denkbar ungünstig. Das durchschnittliche Mehrfamilien-Treppenhaus verfügt über eine Schalt-Einrichtung, die -aus Gründen der Energie-Ersparnis- das Treppenhaus so lange beleuchtet, wie man nach Vorstellung des Elektro-Installateurs benötigt, um vom Hauseingang zum 3. oder 4. Stockwerk vorzudringen, seinen Wohnungsschlüssel herauszukramen und damit die Wohnungstür zu öffnen – in der Praxis nicht selten nur wenige Minuten. Das ist der schnelle Tod einer jeden “Energiesparlampe”, die im Übrigen bekanntermaßen auch einige Minuten benötigt, um ihre volle Leuchtleistung zu entfalten. Hier verrichten herkömmliche Glühbirnen einen deutlich besseren Dienst.
Eine brauchbare Alternative hat sich allerdings auch hier schon aufgetan in Form von LED-Leuchtmitteln. Diese sind wiederum deutlich effizienter als “Energiesparlampen”, sind vergleichsweise günstig herstellbar (hoffentlich bald auch vergleichsweise günstig im Laden erhältlich), erbringen mittlerweile eine ausreichende leuchtleistung (vergleichbar mit Halogen-Leuchten) auch direkt nach dem Einschalten und lassen sich in nahezu jeder beliebigen Lichtfarbe fertigen. Auch das “flimmern” lässt sich mit simplen technischen Tricks eliminieren, lediglich die Streuung des Lichts direkt aus der Quelle heraus bereitet meines Wissens derzeit noch Probleme, das ließe sich aber durch ein paar kleine Kniffe am Lampendesign ohne Schwierigkeiten lösen.
Ein Hoch auf das Glühbirnenverbot, aber Energiesparlampen kommen uns noch teuer zu stehen!