Der größte Horror eines Bloggers: Ein Serverbrand oder -defekt und die Daten sind weg. Keine Sicherungen vorhanden, alte Daten können nicht verwendet werden. Aus und vorbei.
Genau das ist einem amerikanischen Bloghoster passiert: JournalSpace ist seit über 6 Jahren auf dem Markt und hat wohl zahlreiche Blogs gehostet. Dann trat ein Serverfehler auf. Die Festplatten wurden an eine Spezialfirma übergeben, die alles versucht hat – jedoch waren die Daten überschrieben und konnten nicht wiederhergestellt werden. Interessant dabei: Die Person, die für die IT-Sicherheit verantwortlich war, wurde vor einiger Zeit beim stehlen erwischt und wurde deswegen gefeuert. Genau diese Person war für die Datensicherung verantwortlich und hat zwar die Codezeilen regelmäßig gesichert jedoch, ob bewusst oder unbewusst, nicht die Datenbank. Ergebnis: Alle Daten sind futsch. Die Firma ist am Ende.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: Die einzelnen Seiten sind noch über den Google Cache erreichbar und es gibt Wege, den größten Teil der eigenen Daten zu sichern. Mehr Informationen hier.
Die verbliebenen Code-Zeilen von JournalSpace werden nun unter der Open-Source-Lizenz freigegeben.
Was für eine heftige Geschichte. Als ich das eben gelesen habe, konnte ich es kaum glauben. Die Arbeit von sechs Jahren dahin und am Ende. Firma weg, Arbeitsplätze weg, alles weg. Und das alles wegen eines großen Vollidioten. Ich hoffe, sie kriegen ihn echt an den Eiern…und zwar richtig. (via)


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Am 3. Januar 2009 um 18:20 Uhr
Habe es grade schon kurz irgendwo als Shortnews gelesen ist echt der Hammer und das bedeutet ja den Ruin für die Firma. Aber das Script stellen die für OpenSource Zwecke zur Verfügung.
Am 3. Januar 2009 um 18:45 Uhr
@Justin: Finde es auch sehr krass. Die betreffende Person wird sicherlich bestraft werden, aber der Firma und den Mitarbeitern wird es nichts mehr helfen…
Am 3. Januar 2009 um 18:47 Uhr
@Alper Genau das ist es ja. Die Mitarbeiter die Firma durch einen Mann geschädigt der scheinbar “Rache” wollte für was auch immer
Am 3. Januar 2009 um 20:12 Uhr
Hm, aber ob der Google Cache bei sowas taugt?
Sagen wir ich habe 200 Einträge…
200 mal versuchen eine Cache-Version zu bekommen, dann copy&paste in einen neuen Blog? Aua.
Ok… die alternative ist wohl alles weg, Neuanfang.
Ich mache jetzt mal schnell ein Backup vom Backup des Backups ;-)
Am 3. Januar 2009 um 20:41 Uhr
Wie gut das ich regelmäßig ein Fullbackup von Plesk mache ;-)
Am 3. Januar 2009 um 20:46 Uhr
Bittere Geschichte! Aber wie kann man so eine zentrale Aufgabe, die, wie man sieht, überlebenswichtig für die Unternehmung ist, einer einizigen Person überlassen und nicht regelmässig kontrollieren??
Am 3. Januar 2009 um 21:27 Uhr
Hab es heute morgen auf bei techcrunch gelesen und war total geschockt.
Man kann nur hoffen….
Am 3. Januar 2009 um 22:08 Uhr
Man sollte nicht glauben, dass es sich eine Firma der Größe erlaubt, eine so vitale Aufgabe, wie das Backup einer Einzelperson zu überlassen.
Ich arbeite für eine Firma, die ein Social-Network mit ca. 120k Nutzern betreibt. Und obwohl die Firma dahinter relativ klein ist, hat so ziemlich jeder der IT-Abteilung die Backups im Blick. Angefangen vom externen Hoster über den Head of IT bishin zum Senior-Developer. Jeder wüsste im “Ernstfall” was zu tun ist und wie die Backupstrategie aussieht.
Wer das einer Einzelperson überlässt ist – so hart es klingen mag – dumm.
Schlimm ist das natürlich für die Angestellten+Familien, die von der Misere im Bereich Datensicherheit nichts wussten und insbesondere natürlich für die Blogger, deren Werk von Jahren binnen Sekunden vernichtet wurde. Da wird auch Google Cache nicht mehr viel helfen.
Einer der Gründe, warum ich es vorziehe, das Ganze mit einer eigenen Backupstrategie auf eigenem Webspace zu untermauern…
Aber ganz ehrlich: So etwas hätte ich auch nicht erwartet…
Am 3. Januar 2009 um 22:43 Uhr
@Marc: Nun stell dir mal vor du hast 2000 Einträge. Also ich glaube ich würde das nicht mehr machen *g*
@Carsten: Beinhaltet Plesk auch deine kompletten Datenbanken?
@Kloni: Das ist tatsächlich die Frage. Nun – jetzt wissen sie es besser.
@AVGP: Da hast du vollkommen recht. Ich sichere meine Daten auch regelmäßig und ich weiß auch warum ich das tue…
Am 3. Januar 2009 um 23:25 Uhr
@ Alper
jub alles tutto kompletto, alle Domains, alle Mailadressen, alle Kunden die eingerichtet wurden, alle Daten und alle mysql Klamotten. Deswegen ist ein Plesk Fullbackup ja so geil.
Auch zu empfehlen für Serverumzüge !
Tutorial: http://www.blog.datenwachschutz.de/2008/10/was-tun-wenn-der-server-abraucht-an-backups-gedacht/
Linuxkenntnisse natürlich vorausgesetzt ;-)
Am 4. Januar 2009 um 00:32 Uhr
Danke für den Tipp…werde ich mir mal anschauen.
Am 4. Januar 2009 um 11:03 Uhr
Das ist natürlich eine ganz ärgerliche Geschichte. Doch nicht nur hier, auch auf der eigenen Festplatte zu Hause gilt die alte Regel: zuviel Backup geht nicht. Also immer schon auf mehreren unabhängigen Medien sichern, das spart eine Menge Nerven.
Am 4. Januar 2009 um 13:05 Uhr
Übel, so etwas möchte ich nicht erleben. Die ganze Arbeit einfach von heute auf morgen über den Jordan!
Am 4. Januar 2009 um 13:30 Uhr
Heftig! Wie kann eine so große Firma keine ordentlichen Backups machen? Und die ganzen armen Blogger :/
Am 4. Januar 2009 um 16:42 Uhr
1. Wenn eine Firma das Backup von einer einzigen Person machen lässt, ist sie wirklich dumm ;)
2. Ich empfehle immer ein selbst gehostetes Blog! Solche Bloghoster kann man vielleicht mal zum reinschnuppern nehmen aber für mehr nicht!
Am 4. Januar 2009 um 19:55 Uhr
Sowas ist natürlich extrem ärgerlich und vor allem bei solch großen Datenmengen. Hatte sowas auch mal und habe ca. 20 Beiträge über Google Cache erneut hergestellt und das war schon eine totale Pleite. Seit dem gibts jeden Abend ein Backup :)
Am 5. Januar 2009 um 06:04 Uhr
[...] einem Serverprovider genau dieses passiert… (Original Nachricht von Techcrunch) (Artikel von Meetinx [...]
Am 7. Januar 2009 um 00:55 Uhr
[...] gegangen sind. Das ganze ist aber wohl auf einen entlassenen Mitarbeiter zurückzuführen - http://www.meetinx.de/wordpress/katastrophe-bloghoster-pleite-alle-daten-weg/ - via JKW-Media auf [...]
Am 7. Januar 2009 um 11:49 Uhr
Ich würde mich mehr als ärgern, wenn mein Blog auf einmal weg ist…nicht nur einfach nen Tag nicht erreichbar, was vielleicht ja gerade nochmal so passieren kann, sonder so wie in dem Fall hier: Aus Ende, definitiv WEG!
Datensciherheit kann man nicht groß genug schreiben, auch wenn ich nicht täglich ein Backup mache, aber ich bin ja auch keine Firma und hoste tausende Blogs…
Am 8. Januar 2009 um 17:22 Uhr
Hmm…
ist wirklich krass die Sache, warum aber nun auf den “armen Kerl” losgehen?
Wir wissen ja nicht, wie die Abläuft in der IT dort sind. Vielleicht hat er tatsächlich nur das gemacht, was man ihm gesagt hat.
“Chef, wir brauchen Backups. kosten aber”
“Nix da!”
“Aber….”
“Nix da!”
Ich kenne sowas.
Da brauche ich gar net weit gucken, reicht schon das Haus meiner Eltern. Wenn irgendwann der 7 Jahre alte PC meines Stiefvaters den Geist aufgibt hat er auch nen großes Problem. Zwar macht er regelmäßig Backups, allerdings nur die von seiner Firmensoftware und das auch nicht regelmäßig (die SW will alle 7 Tage spätestens, er macht max. 1x pro Monat).
Ein HW Defekt könnte für ihn das aus bedeuten, wenn dann sämtliche Kundendaten weg sind. Allerdings waren ihm meine bisher vorgeschlagenen Backupstrategien zu teuer.
Tja…
Manchmal muss man es auf die harte Tour lernen.
Ich für meinen Teil bezahle dann lieber 10% mehr im Monat und habe jemanden, der sich neben der Pflege der HW auch um tägliche Backups der Systeme kümmert. Bei der Summe, die monatlich für Server drauf geht, macht das den Braten nicht fetter…
Am 6. Februar 2009 um 13:45 Uhr
[...] einem Serverprovider genau dieses passiert… (Original Nachricht von Techcrunch) (Artikel von Meetinx [...]