Eben habe ich eine sehr interessante Blog-Parade von Carsten mit dem Thema “Euer erster Kunde” entdeckt. Meiner Ansicht nach ein sehr interessantes Thema, da ja jeder als Selbstständiger irgendwann einmal damit angefangen hat und seine ersten Erfahrungen mit diesem ersten Kunden wohl auch nie vergessen wird. Anbei mein Beitrag zu dieser sehr interessanten Umfrage:
Mein erster Kunde Ende 2003 war ein kleines Internetunternehmen im Kölner Zentrum. Das Unternehmen hatte (und hat noch immer) einige sehr interessante Domain-Namen und entsprechende Projekte dahinter. Ich habe für dieses Unternehmen als selbstständiger Marketing- und Kommunikationsberater gearbeitet. Der Kontakt kam ganz zufällig zustande. Ich war auf diversen Internetseiten unterwegs und habe dann dieses Unternehmen entdeckt, welches sich offensichtlich sehr stark mit Communities befasst hat. Also habe ich einfach eine Mail geschrieben, von mir erzählt und von meinen Fähigkeiten erzählt. Kurz darauf kam es zu einem ersten Kennenlernen in den Büroräumen der Firma und zu einem Abendessen. Einen Tag später war ich als freier Berater für das Unternehmen tätig. Insgesamt ein halbes Jahr.
Der Auftrag ist insgesamt leider nicht so verlaufen, wie gewünscht. Problematisch war vor allen Dingen, dass der Geschäftsführer nicht zu großen Änderungen bereit gewesen ist, die aber notwendig waren, um das Unternehmen voran zu bringen. Der Hauptgesellschafter wollte diese Änderungen aber ich wurde immer wieder durch den aktiven GF gebremst. So kamen wir nur bei einigen Projekten voran, die aber nicht ausreichten, um die Kapitalbasis des Unternehmens signifikant zu stärken. Nach einem halben Jahr hieß es dann, dass meine Arbeit nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hätte und wir haben uns einvernehmlich getrennt. Interessant: Die Änderungen, die ich während meiner Tätigkeit vorgeschlagen hatte, wurden später umgesetzt und sind heute auch online zu bewundern: Klares Design, Anhebung der technischen Standards, mehr Kommunikation mit der Community.
Was kann ich den Lesern unter euch empfehlen, die sich selbstständig machen möchten oder es bereits getan haben: Findet heraus, wo eure Stärken liegen und arbeitet an ihnen. Und scheut euch nicht, Unternehmen direkt anzusprechen, ob ihr irgendwo vielleicht behilflich sein könnt. Sicher wird es Absagen geben aber vielleicht ist auch das eine oder andere Gespräch dabei. Und irgendwann hat man auch Glück und kann sein Können beweisen. Selbstständigkeit ist keine Eintagsfliege. Wer seine Kontakte nicht pflegt und immer weiter an sich arbeitet, bleibt irgendwann stehen. Und das ist für einen Selbstständigen, im Gegensatz zu einem Angestellten, das sichere Todesurteil. Und: Die ersten 2 Jahre sind die Probezeit. Hast du die überstanden, kannst du auch weitermachen…
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Am 18. November 2008 um 16:17 Uhr
Wer kennt das nicht – da macht man Vorschläge und Vorschläge legt Daten dazu und was passiert – nichts?
Warum? Weil der Gefü/Chef sich in seiner Entscheidungsfähigkeit beeinflusst fühlt.
naja- solang es heute besser läuft :-)
Am 19. November 2008 um 12:03 Uhr
Jaja, die Sache mit den Chefs. Man muss halt immer probieren es als die Chef-Idee rüberkommen zu lassen, ohne sich selbst dadurch vermeintlich entbehrlich zu machen … schwierige Sache :-)
Am 18. December 2008 um 08:59 Uhr
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